Dampf wurde 2011 vom Kedros Verlag veröffentlicht. Ein langer Auszug des Romans erschien 2012 auf der New Yorker Online-Plattform InTranslation.

Der zweite Roman von George Pavlopoulos beschäftigt sich mit der ideologischen Krise in Europa, der Ambivalenz zwischen einer glorreichen Vergangenheit und einer aktuell wachsenden Identitätskrise. Der Autor führt uns mitten ins Herz eines zerbrechlichen Europas, das unter dem Tod der Ismen leidet und an dem Ringen zwischen Kollektivismus und Individualismus. Warum scheinen die Europäer in Melancholie eingetaucht zu sein? Was kann die Zukunft der nächsten Generation bringen?

Die Geschehnisse finden in einer namenlosen Stadt mit ungenannter Ortsangabe statt, die Bilder von Berlin, Paris und London wachruft. Alles beginnt in dem historischen Kino Dampf, das kurz vor seiner Schließung steht, da es durch ein modernes Museum ersetzt werden soll - nach Anweisung des skrupellosen Plutokraten Max Plinkie. Um ihrem Protest Ausdruck zu verleihen, beschließt eine kleine recht heterogene Gruppe, die letzte Nacht in dem alten Kino zu verbringen. Es sind enge Freunde, alle aus der Generation der wilden 60er Jahre. Diese Nacht entpuppt sich als einzigartige Gelegenheit für sie, in Erinnerungen zu schwelgen und ihre Positionen in der sich wandelnden Gegenwart neu zu bestimmen. Die junge Lis, die symbolisch für die nachfolgende Generation steht, erhält in dieser Nacht Impulse, der eigenen Identität auf die Spur zu kommen. Ausgestattet mit ihrer Kamera versucht sie, Bilder einer gerade verschwindenden Welt festzuhalten. Bei ihrer einsamen und aufrüttelnden Unternehmung wird die Präsenz des legendären Künstlers Floggenis entscheidenden Einfluss haben.

 

Kritiken:

„Ein einzigartiger Auszug der Weltgeschichte, wie sie sich beim Übergang vom 20. zum 21. Jahrhundert gestaltet. Die Beschreibung der kulturelle Identitätskrise gehört sicher zu den tieferen Beweggründen des Erzählers.“

Hestia Newspaper 2011

„In Dampf beschreibt ein junger Mann, George Pavlopoulos, den Einfluss einer verlorenen Vergangenheit auf den Menschen mit der Präzision und Weisheit eines hochbetagten und hochbegabten Schriftstellers.“

Soti Triantafillou, Bestseller Autor, Die Bleistiftfabrik 2012

„Dampf erregte meine Aufmerksamkeit mit seinen bewegenden Charakteren. Ganz klar das Werk eines herausragenden Geistes.“

Thomas Hodgkinson, Freier Autor bei The Guardian und The Spectator 2011